Konstruktive Ruhe – einfach und effektiv

Nehmen Sie sich heute etwa 10-15 Minuten Zeit, um das „Nicht – Tun“ zu üben! 

Legen Sie sich einfach auf den Rücken, auf eine relativ feste Unterlage. Die Beine werden aufgestellt, um den unteren Rücken zu entlasten und um einen angemessenen Tonus im ganzes System zu fördern. Unter den Kopf kommt eine kleine Erhöhung, auch relativ fest. Besser als ein Kissen sind weiche Bücher – die Höhe der Unterstützung soll eine gelöste Haltung im Hals fördern, probieren Sie es aus.

Sie können wahrnehmen, wo sich überflüssige Spannung in Ihren Körper aufgebaut hat, und beobachten, wie sie sich ganz von allein lösen darf. Die Rückmeldung vom Boden hilft dem Körper, sich neu zu sortieren.

Die horizontale Position erlaubt den Bandscheiben, sich wieder mit Flüssigkeit zu füllen, damit sie ihre Aufgabe besser erfüllen können.

Nach zehn bis fünfzehn Minuten werden Sie wahrscheinlich merken, dass sich die Wirbelsäule etwas länger anfühlt und / oder das Sie mehr Kontakt haben zwischen Rücken und Boden. Schenken Sie sich diesen zusätzlichen Raum, indem Sie zum Abschluss noch das Becken heben und langsam wieder hinlegen. 

Diese Übung darf täglich wiederholt werden. Sie ist leicht in den Alltag einzubauen. 

Am Effektivsten ist es, wenn Sie sich dabei mit Ihren Gedanken begleiten können. Wie wohltuend das sein kann, erfahren Sie bei einer angeleitete Liegesession, einzeln oder im Kurs, in Präsenz oder auch online.

Freundliche Anweisungen

Sich etwas für den Körper zu wünschen, nennen wir „Anweisungen geben“. Zuerst finden wir heraus, was anatomisch gesehen für den Körper wünschenswert ist. Z. B „Erlaube dem Kopf, frei zu balancieren“.

In der Umsetzung ist es entscheidend, die Anweisungen in eine freundliche Art und Weise zu geben.

Oder wie F.M. Alexander sagte: „Tell it nicely!“

Ruhen

Zu Ruhe kommen ist etwas anderes als Kollabieren. Wenn wir uns Selbst überfahren, kommt es in Teilen des Systems, oder sogar im Ganzen, zum eigenen Schutz zu einem Kollaps. Das ist aber kein Zustand, in dem wir wieder zu Kräfte kommen können. Erstmal braucht es einen sicheren Rahmen, wo wir zur Ruhe kommen können. Dann darf sich was umswitchen, und mein System erlaubt, sich zu erholen, zu regenerieren.

Manchmal glaube ich, mein System fragt sich: „Wozu sich überhaupt erholen, wenn die Umstände so bleiben? Wenn ich immer wieder überfahren werde? Wie kann ich nachhaltig für mich sorgen?“